Adolescence, die hit Netflix-Serie von Stephen Graham und Jack Thorne, ist im März 2024 erschienen und hat eine kulturelle Auswirkung erzielt. Die Serie erzählt die Geschichte von Jamie, einem 13-jährigen Jungen, der wegen Mordes an einem Mitschüler verhaftet wurde. Im Mittelpunkt von Adolescence steht nicht die Frage nach dem Täter, sondern warum es überhaupt zu solchen Taten kommt. Es beleuchtet die Kultur und Umgebung, in der Misogynie wachsen kann.
Während die Serie die Probleme von emotional unterdrückten Familien und repressiver Männlichkeit thematisiert, war es nicht so sehr die misogyny in Adolescence, die auffällig war, sondern das Verhalten von Jamies Familie. Besonders in der letzten Folge wird deutlich, wie Jamies Umgebung sein Verhalten geprägt hat. Der Vater, Eddie Miller, zeigt repressed masculinity, indem er Schwierigkeiten hat, mitzuteilen, dass er seinen Sohn liebt oder mit seiner Frau über seine Gefühle zu sprechen. Diese Darstellungen zeigen, wie giftige Maskulinität in einem repressiven Umfeld entstehen kann.
In Großbritannien werden Männer erzogen, über ihre Gefühle zu schweigen. Dies führt oft zu einer Umgebung, in der toxische Männlichkeitsverhaltensweisen gedeihen können. Sir Keir Starmer forderte sogar, dass Adolescence in Schulen gezeigt wird, um aufzuzeigen, wie die Unterdrückung von Emotionen in Familien Dynamiken schaffen kann, die für junge Menschen erstickend sein können. Die Serie warnt vor den Auswirkungen dieser Dynamiken und sollte von Familien weltweit ernst genommen werden.
In der Serie wird auch die Rolle der Eltern als Spiegel für das Verhalten ihrer Kinder thematisiert. Die Szene, in der Jamie einen Kinderpsychologen verbal missbraucht, spiegelt das Verhalten seines Vaters wider. Neben den digitalen Einflüssen ist es dieser Spiegelungseffekt, der besonders auffällt. Die Serie warnt die Zuschauer vor den Konsequenzen solcher Muster.
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